Trockenfasten

Die effektivste Form des Fastens?

Trockenfasten ist vermutlich die effektivste Form des Fastens. Bei dieser Art des Fastens wird nicht nur auf Nahrung, sondern auch komplett auf Wasser verzichtet. Dadurch verstärken sich die positiven Effekte, die beim normalen Fasten entstehen. Vor allem die Fettverbrennung ist noch einmal deutlich höher. Denn beim Trockenfasten, muss der Körper auch die Energie gewinnen, die normalerweise durch das Trinken zugeführt wird.

Beim Trockenfasten sollten Sie beachten, dass es nur über einen kurzen Zeitraum hinweg durchgeführt werden sollte. Auch wenn diese Art des Fastens von vielen Menschen praktiziert wird, vor allem aus religiösen Gründen (Ramadan). Sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass ein zu langer Verzicht von Wasser zu schweren gesundheitlichen Problemen führen kann.

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Was passiert im Körper beim Trockenfasten?

Beim Trockenfasten versucht Ihr Körper das benötigte Wasser aus dem Körperfett zu gewinnen. Dies geschieht durch eine Aufspaltung der Fette. Denn die im Körperfett eingelagerten gesättigten Fettsäuren enthalten Wasserstoffmoleküle. Ab dem Zeitpunkt, an dem die Fettsäuren aufgebrochen werden, ist es Ihrem Körper möglich Wasser aus dem Wasserstoff zu gewinnen.

Das hierbei gewonnene Wasser reicht je nach Körpermasse, für mehrere Stunden oder sogar Tage aus, dass Sie ohne Trinkwasser auskommen. So erklärt es sich, dass beim Trockenfasten eine größere Menge an Fett verbrannt wird, als dies bei anderen Fastenmethoden der Fall ist. An diesem Prozess sind sämtliche Zellen in Ihrem Körper beteiligt, die gesättigte Fettsäuren enthalten.

Dies bedeutet im Gegensatz zum regulären Fasten, dass ebenfalls das Gehirn und die Geschlechtsorgane an diesem Prozess beteiligt sind. Es wurde sogar schon davon berichtet, dass bei Männern mit Glatze, die Haare wieder gewachsen sind. Da sich nur gesunde Zellen an der Wasserproduktion beteiligen können, sterben kranke Zellen ab. Gleichzeitig sterben darin enthaltene Viren und Bakterien.

 

Warum ist das Trockenfasten so effektiv?

Beim Trockenfasten gewinnt der Körper die ganze Energie aus dem Fettgewebe. Somit ist der komplette Gewichtsverlust, der sich beim Trockenfasten einstellt, verlorenes Körperfett. Beim Fasten mit Wasser hingegen wird davon ausgegangen, dass mindestens 40 % des verlorenen Gewichtes durch den Verlust von Muskelgewebe erreicht wird. Dies ist jedoch sehr umstritten, da es keine wirklich belastbaren Studien darüber gibt.

Die Meinungen der „Experten“ gehen dabei weit auseinander und so sprechen manche von 20 %, andere wiederum von 60 %. Was jedoch sicher ist, dass ein Tag Trockenfasten, die gleiche Wirkung hat wie drei Tage Wasserfasten. Dies funktioniert deshalb so gut, weil die Autophagie schneller und deutlich stärker einsetzt.

Autophagie ist der Prozess in den Zellen, der reinigt und entgiftet, sodass die Zellen gesund und leistungsfähig bleiben.

Wie führt man das Trockenfasten durch?

Wie bei fast allen Fastenarten sollte man am Abend vor Beginn des Fastens auf das Abendessen verzichten. Ebenfalls ist es sehr hilfreich einen Einlauf durchzuführen, so das während des Fastens so wenig Toxine wie möglich freigesetzt werden können. Hilfreich ist es ebenfalls bereits vor dem Start den Darm zu reinigen. Dies geschieht mittels Heilerde, Flohsamenschalen oder Leinsamen.

Diese Stoffe sorgen dafür, dass die im Darm vorhandenen Schlacken gebunden werden und Sie diese über den Stuhlgang ausscheiden. Für das Trockenfasten wird der Winter als die ideale Jahreszeit angesehen, denn in dieser Zeit wird vermieden, dass Sie durch Schwitzen zusätzliches Wasser verlieren. Selbstverständlich ist das Fasten auch im Sommer möglich, jedoch sollten Sie auf eine kühle Umgebung achten.

Bei der Durchführung der Fastenkur essen und trinken Sie nichts. Sie sollten in dieser Zeit keinerlei schwere körperliche Tätigkeiten durchführen. Es ist jedoch erlaubt und auch angeraten Ihren Körper zu bewegen. Dies können Spaziergänge in der Natur sein, es ist jedoch auch möglich den Körper durch moderate Yogaübungen zu bewegen. Viele Anhänger dieser Fastenform meditieren in dieser Zeit ausgiebig.

Von vielen Personen wird das Trockenfasten auch als Einstieg in andere Fastenformen angesehen. So starten manche Profis mit einer Trockenfastenphase von ein bis drei Tagen, um dann mit dem Wasserfasten fortzusetzen. Dies macht durchaus Sinn, da durch das Trockenfasten viele Schadstoffe ausgeschieden werden und eine Ausleitung durch das anschließende Wasserfasten unterstützt wird.

Der Ausstieg aus dem Trockenfasten geschieht durch eine vorsichtige Aufnahme von leicht verdaulichen Lebensmitteln mit hohem Wassergehalt. Dafür ist vor allem Obst und Gemüse geeignet.

Harte und weiche Variante

Beim Trockenfasten gibt es zwei Arten, die beiden Arten tragen die Bezeichnung hart oder weich. Der Unterschied ist einfach erklärt, bei der harten Variante darf der Körper nicht mit Wasser in Berührung kommen. Dies bedeutet kein Wasser auf die Haut, also kein Duschen, kein Zähneputzen, kein Händewaschen. Bei dieser harten Variante soll die Fettverbrennung deutlich stärker sein.

 

Die Vorteile

Beim Trockenfasten werden Keime, Bakterien und Viren aus dem Körper entfernt. Der Körper wird effektiv entsäuert und chronische Krankheiten werden gelindert oder verschwinden sogar ganz. Diese Effekte treten auf, da die meisten Bakterien und Viren Wasser benötigen, um zu überleben. Sobald dieses nicht mehr vorhanden ist, sterben diese ab und der Körper regeneriert.

Jeder Stoffwechselvorgang im Körper benötigt Wasser, damit dieser durchgeführt werden kann. Bei dieser Form des Fastens wird jedoch kein Wasser zugeführt und so geschieht wie oben beschrieben die Gewinnung von Wasser aus Fettdepots im Körper. Da dies nur mit gesunden Zellen möglich ist, werden kranke Zellen nicht mehr versorgt diese sterben ab. So gehen der Fettabbau und die Zellerneuerung Hand in Hand.

Darüber hinaus sorgt das Trockenfasten für eine bessere Immunabwehr und damit zu weniger Erkrankung. So haben Sie auch nach dem Fasten eine gesteigerte Fettverbrennung und es erfolgt eine Stabilisierung des Blutdrucks. Ein weiterer positiver Effekt ist es, dass bei vielen Menschen mit dieser Fastenform verbesserte Blutzuckerwerte erreichen.

 

Risiken beim Trockenfasten

Sie selbst können die Risiken beim Trockenfasten minimieren, denn dann, wenn Sie alle Regeln beachten und immer auf Ihren Körper hören, brauchen Sie keine Risiken befürchten. Wie bei jeder Fastenform gibt es auch beim Trockenfasten Symptome die typisch sind. Dazu gehören Kopfschmerzen, Hungergefühl und Müdigkeit. Beim Trockenfasten ist jedoch die größte Gefahr eine Austrocknung des Körpers.

Verzichten Sie in der Zeit des Fastens auf körperliche Anstrengungen, dazu gehören Ausdauersportarten, Saunabesuche und vermeiden Sie generell Aufenthalte an warmen Orten. So vermeiden Sie Schwitzen und beugen einer Dehydratation vor. Achten Sie deshalb genau auf die Vorboten einer Dehydratation. Dazu gehören niedriger Blutdruck, Herzrasen, Kreislaufbeschwerden sowie Konzentrationsprobleme.

Sollte eines dieser Symptome bei Ihnen auftreten und nicht innerhalb kurzer Zeit wieder verschwinden, dann sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit das Trockenfasten abbrechen. Sollten sich auch dann die Symptome nicht verbessern, suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, um etwaige Probleme schnellstmöglich behandeln zu lassen.

Trockenfasten sollten Sie nicht, wenn Sie Untergewicht haben, schwanger sind oder stillen. Kinder und Jugendliche sollten ebenfalls von dieser Fastenform Abstand nehmen. Gleichfalls sollten Menschen mit chronischen Krankheiten, die deshalb regelmäßig Medikamente einnehmen auf diese Form des Fastens verzichten.