Religiöses Fasten

Reinigung der Seele!

Fasten ist ein fester Bestandteil in allen grossen Weltreligionen, Kulturen und auch bei Naturvölkern. Durch das religiöse Fasten soll sich der Gläubige wieder mehr auf Gott und seinen Glauben konzentrieren. Jesus, Mohammed und Moses – alle fasteten. Auf dieser Seite lernst Du alles über religiöses Fasten. 

Themenbereiche

Religiöses Fasten in der Antike

Fasten als wesentlicher Bestandteil des Lebens ist in zahlreichen Kulturen belegt und kommt in vielfältigen Formen und Ritualen vor. So auch religiöses Fasten. Die Methoden unterscheiden sich in der Ausführung, der Zweck ist jedoch sehr ähnlich. 

Es gibt religiöses Fasten für bestimmte Jahreszeiten oder Zeitabschnitte, es wird kollektiv oder individuell gefastet und auch ob ganz oder nur teilweise auf Nahrung und Genussmittel verzichtet wird, variiert.

"Sei mässig in allem, atme reine Luft, treibe täglich Hautpflege und Körperübung und heile ein kleines Weh eher durch fasten als durch Arznei."

Hippokrates von Kos

Im religiösen Kontext dient das Fasten insbesondere der Reinigung der Seele, der Busse im Christentum, der Abwehr des Bösen, dem Streben nach Konzentration und der Erleuchtung. Doch es gibt weitere gute Gründe für das Fasten: 

Fasten in den Weltreligionen

Gerne zeigen wir Dir im folgenden Kapitel, welche Wichtigkeit religiöses Fasten in den Weltreligionen (Islam, Christentum, Judentum, Buddhismus, Orthodoxe Kirche) hat. 

Fasten im Islam

Im Islam ist das Fasten eine der fünf Säulen der Religion. Fasten hat also einen unglaublich hohen Stellenwert und ist sogar ein göttliches Gebot. Gefastet wird im Ramadan, dem neunten Monat des islamischen Mondjahres. Neugierig? Hier geht’s zu einem Bericht über Fasten im Islam

Fasten im Christentum

Im Christentum hat sich das religiöse Fasten stark entwickelt. Ursprünglich wurde an zwei festen Tagen pro Woche gefastet. Mittwochs wurde auf das Essen verzichtet, weil Judas Jesus an diesem Tag verraten hat. An die Kreuzigung von Jesus wurde durch das Freitagsfasten erinnert. 

Dieser Brauch ging mehrheitlich verloren. Was blieb ist die Tradition, jeweils am Freitag kein Fleisch zu essen. Die intensive Fastenzeit bei den Christen dauert von Aschermittwoch bis Ostern. 

Fasten im Judentum

Auch im Judentum spielt religiöses Fasten eine sehr wichtige Rolle. Juden haben gleich mehrere religiöse Fastentage. Im Judentum gibt es keine lange Fastenperiode wie im Christentum oder im Islam. 

Fasten im Buddhismus

Im Buddhismus wird religiöses Fasten in Form von Intervallfasten seit jeher praktiziert. Buddhistische Mönche und Nonnen verzichten nach 12 Uhr mittags vollständig auf Nahrung. Sie fasten also mit der 16/8-Methode des Intervallfastens. Im Buddhismus gibt es wie im Judentum keine strenge Fastenzeit, wie sie etwa beim islamischen Ramadan praktiziert wird.

Fasten in der orthodoxen Kirche

In der orthodoxen Kirche gibt es die strengsten religiösen Fastenzeiten. Im Kirchenjahr gibt es vier mehrwöchige Fastenzeiten. Außerdem wird an jedem Mittwoch und Freitag gefastet. 

An allen Fastentagen sind Fleisch, Eier und Milchprodukte verboten, an strengen Fastentagen auch Fisch, Wein und Öl. Das Fasten ist mit intensivem Gebet verbunden.