Kurzzeitfasten

Gesund und schlank durch Kurzzeitfasten

Das Kurzzeitfasten, dass auch intermittierendes Fasten oder Intervallfasten genannt wird ist die häufigste praktizierte Form des Fastens. Denn diese ist einfach zu erlernen und durchzuführen. So können Sie auch als berufstätige Person problemlos die Rhythmen einhalten und Ihren Körper etwas Gutes tun. Ein angenehmer Nebeneffekt ist es, dass Sie durch das Kurzzeitfasten Ihr Gewicht reduzieren können.

Weitere Effekte sind eine Erhöhung des Stoffwechsels und nachweislich weniger Erkrankungen im Laufe der Jahreszeiten.

Themenbereiche

Warum ist das Kurzzeitfasten gesund?

Dazu müssen Sie sich erst einmal mit den aktuellen Statistiken der Industrienationen über Zivilisationskrankheiten auseinandersetzen. Dabei sind die am häufigsten genannten, dass Übergewicht unter Diabetes. Viele Menschen betreiben eine sitzende Tätigkeit und haben deshalb einen Bewegungsmangel. Dieser Bewegungsmangel und die ständige Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln, lassen Diabetes und Übergewicht freie Fahrt.

Dies ist umso mehr verständlich, wenn wir in der Evolution zurückgehen und uns anschauen, wie unsere Vorfahren gelebt haben. In der Steinzeit, als wir noch alle Jäger und Sammler waren, war es normal zwischen 30 und 50 km täglich zurückzulegen. Denn nur so konnte der Steinzeitmensch genügend Nahrung finden, um zu überleben. Dabei nutzte er die Fettspeicherung im Körper, um Hungerszeiten zu überbrücken.

Heute haben wir keine Hungerszeiten mehr, aber unsere Fettspeicher haben sich in der Evolution nicht verändert. Deshalb nimmt unser Körper weiterhin so viel Energie auf, wie er aus der jeweiligen Nahrung aufnehmen kann. Dafür nutzt er am liebsten Kohlenhydrate und unterschiedliche Fette. Da wir jedoch jederzeit auf alle erdenklichen Nahrungsmittel zugreifen können, entsteht ein Überschuss in unserem Körper.

Dadurch überfordern Sie Ihr System, denn Ihr Verdauungstrakt benötigt Zeit, damit er die Nahrung richtig verwerten kann. Denn nur mit Zeit kann Ihr Organismus alle Nährstoffe verarbeiten und im Körper verteilen. Da die meisten Menschen eine ständige Nahrungszufuhr praktizieren, kommt der Stoffwechsel nur während der Schlafphase zur Ruhe. Das Kurzzeitfasten sorgt dafür, dass diese Phase sich verlängert.

Kurzzeitfasten

So verändert sich Ihr Stoffwechsel beim Fasten

Dank unserer hervorragenden Lebensmittelversorgung hat sich Ihr Gehirn an eine ständige Zufuhr von Energie gewöhnt. Ihre Leber produziert Glukose und Ihr Gehirn ist abhängig davon. Sobald diese Energiezufuhr unterbrochen wird, signalisiert Ihr Gehirn Ihrem Körper, dass er Hunger hat. So entsteht das Gefühl der Unterzuckerung, die oft begleitet von einer Heißhungerattacke ist.

Mit dem Kurzzeitfasten werden bewusst Essenspausen eingelegt. So soll Ihr Körper wieder lernen, sein ursprüngliches Verhalten zu erlernen. Dies bedeutet, eine bessere Energieverwertung zu erreichen und gezielt gespeicherten Reserven aufzubrauchen. Dabei wird zuerst die vorhandene Glukose (Blutzucker) im Blut verbraucht und danach auf Ihr Körperfett zugegriffen.

Sobald Ihr Körper die Glukose abgebaut hat, entsteht die sogenannte Ketose. Dabei werden Ketonkörper (Ketone) durch den Abbau von Körperfett in Ihrem Körper gebildet. Diese dienen Ihnen als Energieträger und damit als Ersatz für die Glukose. Ketone haben eine Schutzwirkung auf Nervenzellen und ist wissenschaftlich erwiesen, dass sie einen positiven Effekt bei Epilepsie, Parkinson und Alzheimer haben.

Die Ketose im Körper beginnt, sobald dem Körper keine Glukose mehr zur Verfügung steht. Je weniger Kohlenhydrate Sie aufnehmen, umso schneller wird dieser Zustand erreicht. Beim Fasten beginnt nach ca. 12 Stunden auch der Autophagieprozess im Körper. Bei der Autophagie werden defekte Zellen abgebaut und aus dem Körper ausgeschieden. So belasten diese, Ihren Organismus nicht mehr.

Unterschiedliche Arten des Kurzzeitfastens

Das Kurzzeit- oder Intervallfasten kann mit unterschiedlichen Methoden durchgeführt werden. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Kurzzeitfasten-Methoden die Sie gesund und fit machen:

  • 12:12 Fasten: Hier ist die Fastenphase und Essensphase jeweils 12 Stunden lang. Die vermutlich beste Methode, um einen sanften Einstieg in das Kurzzeitfasten zu haben.
  • 16:8 Fasten: Dies ist die Fortführung der 12:12 Methode. Hier dauert die Fastenphase 16 Stunden und die Essensphase 8 Stunden. Diese Methode ist deutlich effektiver als die 12:12 Methode, da hier sicher die Autophagie einsetzt.
  • 18:6 Fasten: Hierbei wird noch einmal die Fastenphase um 2 Stunden verlängert. So kann die Autophagie noch besser wirken und die Fettverbrennung/Ketose hält länger an.
  • 24:24 Fasten: Hierbei Fasten Sie jeweils einen ganzen Tag. Am darauffolgenden Tag können Sie wieder normal essen.
  • 6:1/5:2 Fasten: Diese Methode wird vor allem von berufstätigen Menschen, die von Montag bis Freitag arbeiten bevorzugt. Dabei ernähren Sie sich in der Arbeitsphase ganz normal und können am Wochenende ein bis zwei Fastentage einlegen.

Auf diese Art zu Fasten ist niemals ein starres Programm, gerade in den drei erstgenannten Methoden, können Sie Ihre Fastenzeiten, perfekt an Ihren Lebensrhythmus anpassen. Dadurch ist das Kurzzeitfasten auch für fast jeden Menschen geeignet. Durch eine Steigerung der jeweiligen Fastenphase geht man ein Stückchen auf der Leiter weiter nach oben und tut seinem Körper etwas Gutes.

Sobald Sie mit dem 16:8 Kurzzeitfasten beginnen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie auf eine der drei Hauptmahlzeiten verzichten können. Denn die meisten Menschen, benötigen nur zwei Hauptmahlzeiten, wenn Sie sich einmal an die Fastenzeiten gewöhnt haben. Dann ist auch nicht mehr weit, um das 18:6 Methode in Angriff zu nehmen.

Bessere Fettverbrennung - reduzierte Diabetesgefahr

Neben der Fettverbrennung (Ketose), sowie der Autophagie gibt es weitere positive Effekte für Ihren Körper. Der bekannteste Effekt ist sicher, der Abbau von Körperfett und damit eine Reduzierung Ihres Gewichts. Dieser Effekt tritt bei fast allen Personen die das 16:8 Kurzzeitfasten praktizieren ein. Sollte er nicht eintreten, liegt es meist daran, dass in der Essensphase zu viele Kohlenhydrate aufgenommen werden.

Entgegenwirken kann man diesen, indem man seine Ernährung bewusster zusammenstellt. Dies bedeutet, Finger weg von Lebensmitteln mit einem hohen Kohlenhydratgehalt. Gerade das Übergewicht als eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten, sorgt dafür, dass weitere Folgekrankheiten in Ihrem Körper entstehen.

Bei Übergewicht erhöht sich meist der Blutzuckerspiegel und die Cholesterin- sowie die Leberwerte steigen an. Das Kurzzeitfasten sorgt dafür, dass alle diese Werte sich im unteren Normalbereich bewegen und Sie sich fitter und gesünder fühlen. Ein weiterer Effekt ist es, dass durch die bereits beschriebene Autophagie, sich eine entzündungshemmende Wirkung in Ihrem ganzen Körper ausbreitet.

Durch die verringerte Aufnahme von Nahrung geht eine Verlangsamung des Stoffwechsels einher. Dabei geht die Bildung der freien Radikalen in Ihrem Körper zurück. Diese freien Radikalen haben einen starken Einfluss auf Ihre Zellalterung. Dies bedeutet für Sie, weniger von diesen, lässt Ihre Haut frischer und jünger aussehen. Ebenfalls kommt es zu einer gesteigerten Bildung des Hormons HGH.

Dieses Hormon ist für die Zellerneuerung und den Fettabbauprozess in Ihrem Körper verantwortlich. Gleichzeitig fördert es den Muskelaufbau und Sie fühlen sich kräftig und voller Tatendrang.

Kurzzeitfasten Fettverbrennung

Risiken beim Kurzzeitfasten

Sollten Sie gesund sein, müssen Sie keinerlei Risiken beim Kurzzeitfasten befürchten. Sollten Sie jedoch Vorerkrankungen wie eine Herzinsuffizienz, Diabetes oder einer Gefäßerkrankung haben, dann sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor sie mit einer der oben genannten Methoden beginnen. Ebenfalls sollten Sie auf das Kurzzeitfasten verzichten, wenn Sie untergewichtig oder schwanger sind.

Menschen mit Essstörungen sollten ebenfalls auf das Kurzzeitfasten verzichten. Weitere Krankheitsbilder, mit denen man nicht Fasten sollte, sind Nieren- oder Lebererkrankungen. Ebenfalls vorsichtig sollte man bei Magenerkrankungen oder einer Darmerkrankung sein. Auch hier sollten Sie vor dem Einstieg in das Kurzzeitfasten mit ihrem Arzt sprechen.