Beim Intervallfasten Kaffee trinken?

Fragen und Antworten zum Thema Kaffee beim Intervallfasten

Immer wieder kommt die Frage auf, ob beim Intervallfasten Kaffee trinken gut oder schlecht für das Ergebnis ist. Weit verbreitet ist es auch, dass man beim Intervallfasten auf alle Genussmittel verzichten muss. Hier können wir gleich zu Beginn Entwarnung geben. Denn Ihre tägliche Tasse Kaffee, es dürfen auch zwei oder drei sein, stört den Erfolg des Intervallfastens nicht.

Zum richtigen Zeitpunkt getrunken, kann der Kaffee das Intervallfasten sogar unterstützen. Was dabei zu beachten ist und warum Kaffee die Fastenphase unterstützen kann, das erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

 

Themenbereiche

Genussmittelkonsum beim Intervallfasten

Damit Ihr Erfolg beim Intervallfasten nicht ausgebremst wird, sollten Sie auf die weitverbreiteten Genussmittel in unserer Gesellschaft verzichten. Dazu gehören Alkohol, Zigaretten, Süßigkeiten und viele sagen auch der Kaffee. Wir finden jedoch, dass Kaffee nicht mit Alkohol, Zigaretten oder Süßigkeiten vergleichbar ist. Den Kaffee beim Intervallfasten richtig eingesetzt, kann unterstützend wirken.

Extreme Kaffeetrinker, werden durch die Aussage, dass Kaffee beim Fasten nicht aufgenommen werden soll, sogar vom Fasten abgehalten. Das ist nicht verwunderlich, denn ein Kaffeeentzug kann sehr unangenehme Wirkungen im Körper hervorrufen. Dazu gehören vor allem starke Kopfschmerzen und schlechte Laune, die zu einer erhöhten Reizbarkeit führt.

Der Grund dafür ist das fehlende Koffein, denn der Kaffee je nach Sorte in hohen Mengen enthält.

Wie wirkt der Kaffee im Körper?

Für viele Menschen ist das Kaffeetrinken eine Zeremonie und gerade dann, wenn Sie Intervallfasten kann Kaffee trinken, wie eine Auszeit vom Alltagsgeschehen genossen werden. Doch was passiert genau, wenn der Kaffee in den Körper gelangt? Die Aufnahme über den Mund wird Ihre Geschmacksnerven herausfordern. Denn im Kaffee sind Bitterstoffe, Säuren und mehr als 800 Aromastoffe enthalten.

Diese Aromastoffe werden vor allem über die Nase wahrgenommen. Beim Trinken des Kaffees wandern diese über den hinteren Rachenraum in Richtung Nase und werden dort registriert. Nachdem dieses aromatische Erlebnis vorüber ist, gelangt der Kaffee in den Magen. Dort wird innerhalb von 30 Minuten, das Koffein aufgenommen und im gesamten Organismus verteilt.

Für viele Menschen ist es zum Ritual geworden nach dem Essen einen Espresso zu trinken. Dies führt dazu, dass die Verdauungsvorgänge beschleunigt werden und damit eine bessere Verdauung stattfindet. Nachdem das Koffein im Blut angekommen ist, kann es fast ungehindert zum Gehirn vordringen. Dort wirkt es auf das zentrale Nervensystem und regt dieses an.

Das Koffein hat eine ähnliche Struktur wie der Botenstoff Adenosin, der von Ihrem Körper selbst produziert wird. Das Adenosin zeigt Ihrem Körper, wann er erschöpft und müde ist. So beeinflusst dieser Wirkstoff die Produktion von Dopamin oder Noradrenalin, indem er bestimmte Rezeptoren aktiviert. Das Koffein hebt die Wirkung von Adenosin auf, indem es die Rezeptoren von diesen besetzt.

Aus diesem Grund bekommen die Nervenbahnen kein Signal zur Drosselung von Dopamin oder Noradrenalin und arbeiten damit ungebremst weiter.

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Intervallfasten Kaffee trinken – die Vorteile

Die Vorteile, die das Kaffee trinken beim Intervallfasten hat, sind teilweise beeindruckend. So kann der Kaffee aufkommende Heißhungerattacken hervorragend unterbinden. Denn der Kaffee hat Einfluss auf Ihre Hormone. Die Hormone Leptin und Ghrelin werden in ihrer Produktion gedrosselt und im Gegenzug wird die Produktion von Peptid YY erhöht. Das Peptid YY wird auch als Sättigungshormon bezeichnet.

So entsteht ein Hormonmix, der den Appetit zügeln und Sie somit keinen Hunger mehr verspüren. Ein weiterer Effekt von Koffein ist es, dass eine Stoffwechselerhöhung stattfindet. Dies geschieht dadurch, da eine erhöhte Ausschüttung der beiden Hormone Dopamin und Noradrenalin stattfindet. Dieser Effekt sorgt dafür, dass der Gesamtenergieverbrauch in Ihrem Körper ansteigt und eine stärkere Fettverbrennung einsetzt.

Ein weiterer Effekt, der vor allem bei Menschen mit niedrigem Blutdruck morgens aktiv werden lässt, ist die durch die Hormonausschüttung bedingte Aktivität. So wird der Kreislauf in Schwung gebracht und der Morgen kann beginnen. Ebenfalls ist eine verdauungsanregende Wirkung des Kaffees bekannt und diese sorgt für eine natürliche Regulierung Ihres Darms.

Während des Intervallfastens werden Ihre Geschmacksnerven sensibilisiert. Dadurch kann es passieren, dass Sie die Säure des Kaffees deutlich intensiver schmecken. Sollten Sie darauf besonders empfindlich reagieren, dann sollten Sie nach alternativen Sorten mit einem niedrigeren Säuregehalt Ausschau halten. Denn auch beim Intervallfasten Kaffee trinken sollte ein Genuss sein und nicht ein notwendiges Übel.

Ebenfalls ist wissenschaftlich belegt, dass Koffein auch als Schmerzmittel gute Dienste leisten kann. So wird es auch in Medikamenten als unterstützender Wirkstoff hinzugefügt. Gerade bei Kopfschmerzen kann eine Tasse Kaffee die Schmerzen deutlich verringern. Dies geschieht, weil das Koffein im Gehirn die Blutgefäße minimal verengt und dadurch Kopfschmerzen oder Migräne gelindert werden können.

 

Intervallfasten Kaffee trinken - mögliche Probleme

Neben den oben aufgeführten positiven Aspekten gibt es selbstverständlich auch Punkte, die man beachten sollte. Dazu gehört es, dass in Kaffee Substanzen enthalten sind, die zu den Lipiden zählen. Lipide sorgen dafür, dass Cholesterinwerte im Blut erhöht werden. So sollte man bei der Zubereitung von Kaffee darauf achten, dass mit Papier gefiltert wird. Denn die Lipide bleiben bei einer solchen Filterung im Papier kleben.

Koffein sorgt auch dafür, dass Stresshormone in höherer Anzahl ausgeschüttet werden. Die beiden Stresshormone Cortisol und Adrenalin sind dabei die wichtigsten. Sie sorgen dafür, dass Ihr Herz schneller schlägt, Ihr Puls sich erhöht und Ihre Blutgefäße sich erweitern. Darüber müssen Sie sich jedoch keine Sorgen machen, denn in diese Richtung durchgeführte Studien zeigen, dass Kaffeekonsum und Herzerkrankungen nicht in Korrelation zueinanderstehen.

Ebenfalls ist beim Koffeingenuss zu beachten, dass der Blutdruck leicht ansteigt. Dieser Effekt hält maximal 2-3 Stunden an und ist meist nur bei Personen relevant, die wenig oder selten Kaffee trinken. Auch hier sieht die Wissenschaft keinen Zusammenhang zwischen der Krankheit Bluthochdruck und dem Genuss von Kaffee. Wie oben bereits erwähnt, regt Kaffee den Stoffwechsel an.

Dadurch kann es dazu kommen, dass die Körpertemperatur kurz ansteigt. Das Koffein regt die Termogenese an, dabei entstehen wärmeproduzierende Prozesse in Ihren Zellen. Obwohl oft propagiert ist es nicht zu 100 % nachgewiesen, dass Koffein die sportliche Leistungsfähigkeit erhöht. Dieser Umstand wird dadurch untermauert, dass Koffein von fast allen Dopinglisten verschwunden ist.

 

Der Mythos Flüssigkeitsentzug durch Kaffee

Ein Mythos, der bereits lange widerlegt ist, ist die Behauptung, dass Kaffee dem Körper Flüssigkeit entzieht. Koffein sorgt dafür, dass Ihre Nieren mehr Urin produzieren. Jedoch findet dabei kein Flüssigkeitsentzug statt, entgegen den vielen kursierenden Behauptungen. Koffein hat auch den Effekt, dass es das Atmen erleichtert. Dies geschieht, weil sich die Muskulatur der Bronchien durch die Aufnahme von Koffein entspannt und dadurch die Atmung leichter durchgeführt werden kann.

 

Wie den Kaffee beim Intervallfasten trinken?

Dafür gibt es zwei Antworten. Die erste Antwort gilt für die Fastenphase, in dieser Zeit sollten Sie Ihren Kaffee ausschließlich pur trinken. Dies bedeutet ohne Zusatz von Zucker oder anderen Süßungsmittel und ohne Milch. Dabei sollten Sie auch nicht auf Hafermilch, Sojamilch oder Mandelmilch und ähnliche Produkte zurückgreifen. Denn alle diese Produkte enthalten Kalorien und können den Autophagie Prozess unterbrechen.

Gewöhnen Sie sich daran in der Fastenzeit beim Intervallfasten den Kaffee schwarz zu trinken. Dies ist unserer Meinung nach, die beste und sinnvollste Variante. So können Sie sicher sein, dass Ihr Intervallfasten erfolgreich durchgeführt wird. In der Essensphase können Sie Ihren Kaffee wie gewohnt zu sich nehmen. Jedoch ist es sinnvoll auch hier auf alle Zuckerarten und Süßstoffe zu verzichten.

Wie Sie sehen ist beim Intervallfasten Kaffee trinken möglich und kann sogar unterstützend wirken. Deshalb lassen Sie sich Ihren Kaffee schmecken und viel Erfolg bei Ihrem persönlichen Intervallfastenprogramm.

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