Den Körper entschlacken

Entschlacken für mehr Vitalität

Beim Fasten ist das Thema: „Den Körper entschlacken“ eines der wichtigsten Themen. Denn in jedem Organismus lagern sich Stoffe ab, die Ihr Körper nicht selbstständig entsorgen kann. Deshalb sollten unterstützende Maßnahmen ergriffen werden, sodass Ihr Körper von diesen Stoffen befreit wird. Für den Begriff Entschlacken werden auch die Synonyme Entgiften, Entsäuern und Reinigen genutzt.

Wir sollten unseren Körper regelmäßig entgiften, denn durch unsere Lebensweise kann sich der Körper meist nur unzureichend von den giftigen Stoffen befreien. Jedoch ist es möglich durch eine ausgeglichene und gesunde Lebensweise, diese Reinigungen des Körpers auf ein Minimum zu reduzieren.

 

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Entschlacken warum?

Die Anzahl an Schadstoffen, die wir als Europäer tagtäglich durch Lebensmittel, Genussmittel wie Alkohol und Nikotin zu uns nehmen, ist für einen Laien kaum abzuschätzen. Ebenfalls nehmen wir durch Medikamente oder auch durch die Luft Schadstoffe auf. Dadurch müssen die Reinigungsfunktionen Ihres Körpers tagtäglich Höchstleistung abliefern.

Zwar erfolgt der Abbau der Schadstoffe in Ihrem Körper automatisch, jedoch schafft er es durch die hohe Zufuhr diese häufig nicht vollständig abzubauen. Unsere Entgiftungsorgane Leber, Nieren und die Haut sorgen in einem gesunden Körper für die Entschlackung. Selbst dann, wenn Sie sich gesund fühlen sind oftmals Gifte im Körper vorhanden, die dort nichts zu suchen haben.

Die Ablagerung der Gifte in Ihrem Körper erfolgt langsam und ist deshalb auch so tückisch. Denn Sie spüren lange Zeit nichts davon und fühlen sich offensichtlich wohl in Ihrer Haut. Doch bei fast allen Menschen, die keine regelmäßige Entschlackungskur machen, treten über kurz oder lang die unterschiedlichsten Symptome auf.

 

Verschlackt, die Symptome

Das häufigste Symptom ist eine andauernde Müdigkeit und häufige Erschöpfungssymptome. Ebenfalls gehören Kopfschmerzen, aber auch Muskel- und Gelenkschmerzen dazu. Bei hoher körperlicher Belastung treten diese Anzeichen meist früher auf, werden jedoch oft auf die gleichzeitige hohe Belastung geschoben. Dieses Rad zu durchbrechen und zu erkennen ist äußerst schwierig.

Sollten die Anteile an Schlacke im Körper bereits sehr hoch sein, können auch rheumatische Beschwerden, sowie Allergien und vor allem Verdauungsstörungen hinzukommen. Es ist immer wichtig zu wissen, woher bestimmte Symptome kommen. Deshalb sollten Sie bei den vorgenannten Symptomen mit Ihrem Arzt sprechen, um andere Krankheitsbilder auszuschließen.

Die Schlacken setzen sich fast in unserem ganzen Körper ab. So ist häufig das Bindegewebe und die Haut davon betroffen, dies ist manchmal an einem unreinen Hautbild zu erkennen. Die meisten Schlacken sitzen jedoch im Darm. Im Darm werden aus diesen Schlacken eine Art Schleim gebildet. In kleinen Mengen kann Ihr Darm diese problemlos ausscheiden.

Sobald jedoch größere Mengen dieses Schleimes gebildet werden, schafft der Darm es nicht mehr diese nach außen zu transportieren. Sobald dieser Schleim über einen längeren Zeitraum in Ihrem Darm verbleibt, härtet er aus und setzt sich an den Darmwänden ab. Dies führt dazu, dass die natürliche Darmbewegung abnimmt und der Darm seiner Reinigungsfunktion nicht mehr nachkommen kann.

Dadurch wird der Körper geschwächt und die Schleimschichten verdicken immer mehr. So wird die Selbstreinigungsfunktion des Körpers immer weiter heruntergefahren und ein zielgerichtetes entschlacken sollte ins Auge gefasst werden.

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Schlacken – welche Arten gibt es?

Ihr Körper sammelt Schlacken durch den Stoffwechsel innerhalb des Körpers an. Die überschüssigen Schlacken lagern sich hauptsächlich in der Haut, im Bindegewebe und im Darm ab. Die Schlacken selbst werden in verschiedene Gruppen eingeteilt dazu gehören:

Säureschlacken

Bei der Nahrungsaufnahme werden Stoffe aufgenommen, die einen höheren oder niedrigeren pH-Wert aufweisen als unser Körper selbst. Diese Werte müssen durch unser körpereigenes System auf einen für den Körper unschädlichen pH-Wert reguliert werden. Dies ist äußerst wichtig, ansonsten kann es zu Schäden an Schleimhäuten, Drüsen und Organen in Ihrem Körper kommen.

Durch unsere Ernährung, die häufig einen Überschuss an Kohlehydraten und Fetten aufweist, sowie Rauchen und Alkoholkonsum sorgen für eine Übersäuerung des Körpers. Ebenfalls können Medikamente aber auch Stress zu einer Übersäuerung führen. Diese Säuren müssen durch einen Gegenspieler neutralisiert werden. Bei einer Säure ist dies immer ein basisches Mineral.

Zu diesen Mineralien gehören Kalzium, Kalium und Magnesium. Diese sorgen dafür, dass aus den Säuren neutrale Salze entstehen. Diese Salze lagern sich nun wiederum als Schlacke im Bindegewebe ab.

Anorganische Mineralien

Vor allem durch stark verarbeitete Lebensmittel gelangen Mineralien in Ihren Körper, die dieser nicht mehr verarbeiten kann. Diese sogenannten anorganischen Mineralien sind für unseren Körper nutzlos und werden deshalb bei zu hoher Zufuhr als Schlacke eingelagert. Diese Mineralien belasten nicht nur das Bindegewebe, sondern lagern sich auch im Bereich der Gelenke ab und können dort zu schmerzhaften Entzündungen führen.

Eiweißschlacken

Vor allem durch Fleisch, Fisch und Milchprodukte werden Eiweißschlacken in unserem Körper aufgenommen. Diese Eiweißverbindungen sind für Ihren Organismus nur schwierig zu verwerten und deshalb schwer verdaulich. Vor allem bei täglichem Fleisch- und Wurstverzehr aus Massentierhaltung kommt es dabei zu einer Aufnahme an Schlacken, die unser Körper nicht mehr verarbeiten kann.

Cholesterin Schlacken

Durch die Aufnahme zu vieler cholesterinhaltiger Lebensmittel produziert Ihr Körper Cholesterin in einer Menge, die nicht benötigt wird. Das Cholesterin sorgt für Fettverbindungen und diese lagern sich durch die große Menge an den Wänden Ihrer Blutgefäße ab. Dies führt zu einer Verengung der Blutgefäße und schließlich zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel Bluthochdruck.

Schlacken aus Giftstoffen

Unser Alltag ist voll von Giftstoffen, neben Pestizide, Herbizide und Fungizide die in Lebensmitteln enthalten sein können, belasten wir uns auch durch alltägliche Gegenstände, die wir im Gebrauch haben. Dazu zählen die Weichmacher in vielen Kunststoffen, aber auch Lacke, Farben und Holzschutzmittel. Auch alte Zahnfüllungen wurden zum Teil noch mit Schwermetallen versetzt.

 

Wie ist es möglich einen Körper zu entschlacken?

Um Ihren Körper zu entschlacken gibt es unterschiedliche Ansätze und Möglichkeiten. Der wichtigste Punkt ist jedoch keine weiteren Gifte aufzunehmen. Zu diesen Giften gehören Alkohol, Nikotin, Kaffee, Softdrinks und jeder Art von Fast Food. Sollten Sie Ihren Körper nicht mithilfe einer Fastenkur entschlacken, sollten Sie Ihre Ernährung auf basische Lebensmittel umstellen.

Die Umstellung auf basische Lebensmittel hat den Vorteil, dass gleichzeitig eine Entgiftung und eine Entsäuerung Ihres Körpers stattfindet. Der Begriff entschlacken ist ein Oberbegriff, der für alle Methoden steht, die dazu geeignet sind, den Körper von Giftstoffen zu befreien. Zu diesen Methoden zählen:

Darmreinigung

Die häufigste Methode, die angewendet wird, um den Körper zu entschlacken ist es denn Darm zu reinigen. Dabei werden viele unterschiedliche Methoden angewendet und hierbei sollte Sie selbst entscheiden, welche Methode für Sie die richtige und vielleicht auch angenehmste ist. Denn manche der Methoden sind kraftraubend, da diese den Darm sehr schnell entleeren und heftige Darmaktivitäten auslösen.

Wir gehen hier nur auf Methoden ein, die mit natürlichen Mitteln durchgeführt werden können. Wir sehen einen Einsatz von chemischen Abführmitteln nicht als sinnvoll an. Eine Darmreinigung sollte immer als Kur angesehen werden. Die Mittel sollten immer nur für eine begrenzte Zeit eingesetzt werden, meist genügen 2-4 Wochen bei einem gesunden Menschen, um erste Erfolge zu erzielen.

Der Einsatz wird zeitlich begrenzt, weil der Darm sich auf die neue Zufuhr einstellt und so ein Gewöhnungseffekt auftritt. Sanfte Produkte, um eine Darmreinigung durchzuführen sind Flohsamen, Leinsamen, Weizenkleie, Trockenobst sowie abführende Säfte wie Pflaumensaft und Sauerkrautsaft. Die Säfte sollten nur ergänzend getrunken werden, da diese als Unterstützer den anderen Produkten helfen.

Schneller wirkende Varianten, die bei manchen Menschen aber zu Koliken führen sind Rizinusöl, sowie Glaubersalz und Bittersalz. Das Rizinusöl sollte auf nüchternem Magen eingenommen werden und die Wirkung stellt sich nach 2-8 Stunden ein. Das Öl sollte nur einmalig und zu Beginn der Darmreinigung eingenommen werden. Auch die Salze sollten nur einmalig eingenommen werden, um den Reinigungsvorgang zu starten.

Die Darmreinigung mit einem Einlauf erfolgt ebenfalls am Beginn Ihrer Entschlackungskur. Es kann jedoch, vor allem dann, wenn gleichzeitig eine Fastenkur angedacht ist innerhalb der Kurzeit wiederholt werden. Beim sogenannten hohen Einlauf werden bis zu 2 l Wasser in den Darm gespült und so erfolgt eine gründliche Reinigung des Dickdarms.

Saftkur/Saftfasten

Bei einer Saftkur werden über einen selbst gewählten Zeitraum keine festen Nahrungsmittel aufgenommen. Die Aufnahme von Nährstoffen erfolgt über Gemüse- und Fruchtsäfte. Wichtig bei dieser Form der Darmentgiftung ist es, dass auf ein gutes Verhältnis zwischen Gemüse und Frucht geachtet wird. Viele Anwender mischen deshalb die beiden Sorten, auch damit der Fruchtgeschmack, den Gemüsegeschmack überdeckt.

Wichtig bei einer Saftkur ist ebenfalls, dass die Säfte möglichst frisch gepresst sind und in Bio Qualität vorliegen. Beim Saftfasten werden ca. 1-1.5 l Saft pro Tag mit einer Kalorienmenge von maximal 750 kcal Ihrem Körper zugeführt. Der Obstanteil in den Säften sollte maximal ein Drittel der Gesamtmenge betragen. Eine Saftkur zum Körper entschlacken sollte idealerweise 5-7 Tage oder länger andauern.

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Basenfasten

Den Körper entschlacken durch eine Entsäuerungskur basiert darauf, dass Ihre Ernährung auf basische Lebensmittel umgestellt wird. Dieses Basenfasten ist eine milde Form des Fastens. Denn es wird hauptsächlich darauf geachtet, dass Sie in der Zeit der Kur keine sauren Lebensmittel Ihrem Körper zuführen. Der Vorteil des Basenfastens ist, dass es sich leicht in den Alltag integrieren lässt und Sie fast normal essen können.

Durch das Basenfasten wieder Körper entschlackt und gleichzeitig das Säureverhältnis in Ihren Körper wieder ausgeglichen. Im Anschluss an dieses Fasten, sollten Sie darauf achten, dass maximal 30 % Ihrer Nahrung aus säure bildenden Lebensmitteln besteht. Die Säuren sind aber auch wichtig für unseren Körper, deshalb sollte das Basenfasten, womit Sie Ihren Körper entschlacken nur für eine begrenzte Zeit durchgeführt werden.

Leberreinigung

Eine Leberreinigung sollte durch mehrere Faktoren unterstützt werden. Wichtig ist vor allem, dass Sie auf Ihre Ernährung achten. Dies bedeutet bewusst auf Alkohol und Nikotin zu verzichten. Ebenfalls bedeutet eine hohe Aufnahme von Fett und Zucker, dass Ihre Leber zum Schwerarbeiter wird. Deshalb sollten Sie, wenn Ihr Körper entschlacken soll bewusst auf Fertiggerichte und Fast Food die besonders viel Fett und Zucker enthalten verzichten.

Zur Unterstützung der Leberreinigung sollten Sie mindestens 2 l Wasser und ungeschützten Tee täglich trinken. Ebenfalls ist es wichtig immer ausreichend Schlaf zu haben, denn nur ein ausgeruhter Körper, kann wirkungsvoll arbeiten. Zur Unterstützung und damit die Entschlackung der Leber schneller geht, werden in der Naturheilkunde Leberwickel eingesetzt.

Diese Leberwickel können auch relativ einfach selbst gemacht werden. Sie benötigen dafür nur eine Wärmflasche, Schafgarbentee und Handtücher. Mit dem Tee tränken Sie ein Handtuch und drücken es gut aus. Danach legen Sie es so heiß wie möglich auf Ihre Haut im Bereich der Leber. Darauf die Wärmflasche, die mit einem weiteren Tuch fest um Ihren Körper gewickelt wird.

Körper entschlacken – Fazit

Die Entschlackung des Körpers sorgt dafür, dass vorhandene Giftstoffe entsorgt werden und bei gleichzeitiger Ernährungsumstellung sich weit weniger im Körper anlagern. Aus diesem Grund ist das entschlacken vor allem im Bereich der Naturheilkunde ein wichtiger Aspekt um ganzheitlich zu gesunden. Eine Entschlackungskur, kann je nach Art, ohne großen Zeit- oder Arbeitsaufwand durchgeführt werden.

Wichtig dabei ist jedoch zu beachten, bleiben Sie auf dem natürlichen Weg. Nehmen Sie keine Entschlackungsmittel die chemische Zusätze enthalten. Es gibt viele natürliche Wege damit Sie Ihren Körper entschlacken können, nutzen Sie diese, der Erfolg wird auch Sie überzeugen.